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Beitrittserklärung Beitrittserklär. erm. Satzung

Anfangsjahre

Es war fast so ein geschichtsträchtiges Ereignis wie der Urknall, nur einige Jahre später. Um genau zu sein - im Jahre 1901. Der TSV Graben wurde aus dem Nichts von einigen sportlichen Männern gegründet, die sich den Idealen und Lehren des Gurus Friedrich Ludwig Jahn, in Fachkreisen auch "Turnvater Jahn" genannt, verschrieben hatten und sich darum auch regelmäßig zur Leibesertüchtigung trafen. Unter ihnen waren: Fritz Bickel, Robert Blau, Hermann Bleier, Karl Flohr, Wilhelm Gamer, Adolf Geiss, Hermann Haßler, Karl Heilmann, Wilhelm Kemm (Müller), Wilhelm Kemm (Schneider), Albert Nagel, Ludwig Rösch, Wilhelm Ruf, Heinrich Süß, Hermann Süss und Wilhelm Zimmermann.


Für die heutigen Mitglieder des Vereins kaum vorstellbar, mussten die Gründer aufgrund fehlender Geldmittel mit zum Teil selbstgebauten Geräten ihre Turntreffen abhalten. Doch die Grabener Burschen waren nicht nur sportlich, sondern auch ehrgeizig und konnten darum bald im Namen ihres neu gegründeten Vereins schöne Erfolge erzielen.

Wegen der rasanten Aufwärtsentwicklung des noch jungen Vereins durfte der TSV anlässlich der Fahnenweihe zum zehnjährigen Bestehen das Gauturnfest veranstalten. Dieses fand vom 17. bis 19. Juni 1911 statt und war somit der erste große Höhepunkt in der Vereinsgeschichte. Aber es sollten noch einige folgen.

Die vielen Erfolge bei Preisturnen und Turnfesten brachten dem TSV bis 1914 nicht nur neue Mitglieder und Gönner in der Bevölkerung, sondern schufen ihm auch eine beachtliche Stellung im Karlsruher Turngau. Während des Ersten Weltkrieges ruhte der Turnbetrieb in Graben vollständig. So mancher knackige Turner musste im Dienste des Vaterlandes zur Waffe greifen. Einige kehrten auch leider nicht mehr zurück.

Kaum war der Krieg vorbei, kam wieder Leben in die Bude. Bereits am 21. Dezember 1918 hielt der Verein seine erste Mitgliederversammlung ab. Frisch, fromm, fröhlich, frei beschloss man, den Turnbetrieb wieder aufzunehmen. Die alten Turnanhänger eilten zu den Turnstunden, und auch die Jugend zog es zu dem muskel- und konditionsfördernden Sport.

Unter Albert Holtz fand dann am 2. Februar 1919 die erste Nachkriegs-Generalversammlung statt, die von zahlreichen Mitgliedern besucht wurde. Dabei wurde Ludwig Scholl zum ersten Turnwart gewählt, dem der Verein in den folgenden Jahren seinen großen turnerischen Aufstieg zu verdanken hatte.

In dieser Zeit fusionierte der TSV auch vorübergehend mit dem Fußballverein 1911, der sich jedoch am 23. Mai 1919 wieder selbständig machte.

Schon lange hatte der Verein den Wunsch nach einem Turn- und Spielplatz. Am 22. August 1920 war es dann soweit. Nachdem die Gemeinde eine größere Fläche Wald abgeholzt hatte, fand nun endgültig die Platzeinweihung statt.

In der Nachkriegszeit konnte der Verein nahtlos an die Erfolge vor dem Krieg anknüpfen und errang im Turnen, bei Spiel und Sport viele Preise. Auch die Jugend war mit großem Eifer dabei, und darum wurde 1922 eine Schülerabteilung gegründet, die Hermann Scholl leitete.

1925 wurde dann noch eine Handballabteilung ins Leben gerufen. Diese hatte einen raschen Aufstieg und schaffte 1931 sogar die Qualifikation zur Badischen Handball-Meisterschaft. Dort schnitt man zwar nicht so gut ab, aber es war trotzdem ein toller Erfolg für den TSV.

Nun fragt sich sicherlich mancher: Warum gab es beim TSV eigentlich keine Frauen? Gab es vielleicht prinzipiell keine Frauen in Graben? Aber nein! Die Frauen kamen - und zwar mit geballter Frauenpower. Am 11. und 12. September 1926 - zum 25-jährigen Bestehen des TSV - trat zwischen den Ehrungen der Mitglieder neben den Turnern der ersten Riege des MTV Karlsruhe auch eine Turnerinnengruppe aus Heidelsheim zum Schauturnen auf. Und prompt dachte man, was die können, können wir auch. Und somit wurde die erste Frauenabteilung im TSV gegründet und am 13. Oktober 1926 wurde auch gleich die erste Turnstunde unter Hauptlehrer Durand abgehalten, dem die Damen auch ihren raschen Aufstieg zu verdanken hatten. Zu dieser Zeit wurde auch der Athletik-Sportverein gegründet.

Am 25. Juni 1927 fand eine außerordentliche Generalversammlung statt. Auf der wurde zum einen der Eintrag des Vereins ins Vereinsregister beschlossen und zum anderen auch der Bau der Turnhalle. Aufgrund des stetig wachsenden Turnbetriebes und dem turnerischen Aufstieg des Vereins brauchte man auch immer mehr Übungsmöglichkeiten. Das war für einen "Landverein" wie Graben revolutionär. Zum Baukommissar wurde Hermann Blau ernannt. Am 23. Juli 1927 wurde der Verein dann amtlich eingetragen.

Durch die starke Mithilfe aller aktiven und passiven Anhänger ging der Bau rasch voran. Am 19. Mai 1928 war die Einweihung der Turnhalle. Nicht nur die Einwohner, sondern auch Gauvereine und führende Männer des Turngaus feierten mit. Die Turnhalle brachte dem TSV turnerisch einen großen Aufschwung, jedoch auch eine große finanzielle Belastung von sage und schreibe 24.000 Reichsmark.

Doch Dank der Unterstützung durch aktive und passive Mitglieder gelang es der neuen Verwaltung, die seit dem 29. Januar 1929 unter Carl Hartmann arbeitete, dem TSV die Halle zu erhalten.

Beim 15. badischen Landesturnfest in Mannheim 1930 erhielt der Verein im Vereinsturnen eine Auszeichnung erster Klasse und die Turnerinnen belegten beim Gauturnfest den ersten Platz. Daraufhin wurde 1930 auch noch eine Schülerinnenabteilung unter Hanna Bleier ins Leben gerufen.

Am 10. April 1931 feierte der TSV sein 30-jähriges Bestehen ganz schlicht und ohne großen Trubel. Sehr zur Freude der Kleinsten des Vereins fand am 01. Januar 1933 zum ersten Mal eine Kinderweihnachtsfeier statt.

Als der TSV noch an seinen Aufstieg nach dem Hallenbau dachte und in den damit verbundenen Erfolgen schwelgte, kam ein kleiner hässlicher Mann mit Bärtchen ins Land, gründete die NSDAP, ergriff die Macht in Deutschland und warf somit auch seine Schatten auf den Grabener Turnbetrieb, sowie auf die ganze deutsche Turnerschaft.

Im April 1933 erfolgte der Rücktritt der gesamten geschäftlichen Vorstandschaft. Daraufhin wurde Carl Hartmann am 9. Juni 1933 in einer Generalversammlung zum Vereinsführer mit alleiniger Verantwortung gewählt.

Durch die SA, HJ und den BDM ging der gesamte Turnbetrieb stark zurück. Carl Hartmann legte im Februar 1934 sein Amt nieder. Sein Nachfolger wurde Hermann Blau.

Der Turngau wurde 1937 aufgelöst, weil man mit ständigen Schwierigkeiten und Widerständen in der damaligen Zeit zu kämpfen hatte. Das k.o. für den TSV kam dann im September 1938: Die Turnhalle wurde von einer Flak-Batterie eingenommen und der Turnbetrieb somit vollständig aufgehoben.

Im April 1939 fand die letzte Hauptversammlung statt. Der TSV stand fast vor dem Ruin. Die Unterstützung durch die Gemeinde fehlte und es gab keine Neuzugänge mehr. Nur durch die Hallenmiete konnte man finanziellen Verpflichtungen noch nachkommen.


Im September 1939 brach der Zweite Weltkrieg aus und viele Turner mussten mal wieder zur Waffe greifen und fast ebenso viele, darunter auch Oberturnwart Karl Bleier, kehrten nicht mehr heim.
Es war fast so ein geschichtsträchtiges Ereignis wie der Urknall, nur einige Jahre später. Um genau zu sein - im Jahre 1901. Der TSV Graben wurde aus dem Nichts von einigen sportlichen Männern gegründet, die sich den Idealen und Lehren des Gurus Friedrich Ludwig Jahn, in Fachkreisen auch "Turnvater Jahn" genannt, verschrieben hatten und sich darum auch regelmäßig zur Leibesertüchtigung trafen. Unter ihnen waren: Fritz Bickel, Robert Blau, Hermann Bleier, Karl Flohr, Wilhelm Gamer, Adolf Geiss, Hermann Haßler, Karl Heilmann, Wilhelm Kemm (Müller), Wilhelm Kemm (Schneider), Albert Nagel, Ludwig Rösch, Wilhelm Ruf, Heinrich Süß, Hermann Süss und Wilhelm Zimmermann.

Für die heutigen Mitglieder des Vereins kaum vorstellbar, mussten die Gründer aufgrund fehlender Geldmittel mit zum Teil selbstgebauten Geräten ihre Turntreffen abhalten. Doch die Grabener Burschen waren nicht nur sportlich, sondern auch ehrgeizig und konnten darum bald im Namen ihres neu gegründeten Vereins schöne Erfolge erzielen.

Wegen der rasanten Aufwärtsentwicklung des noch jungen Vereins durfte der TSV anlässlich der Fahnenweihe zum zehnjährigen Bestehen das Gauturnfest veranstalten. Dieses fand vom 17. bis 19. Juni 1911 statt und war somit der erste große Höhepunkt in der Vereinsgeschichte. Aber es sollten noch einige folgen.

Die vielen Erfolge bei Preisturnen und Turnfesten brachten dem TSV bis 1914 nicht nur neue Mitglieder und Gönner in der Bevölkerung, sondern schufen ihm auch eine beachtliche Stellung im Karlsruher Turngau. Während des Ersten Weltkrieges ruhte der Turnbetrieb in Graben vollständig. So mancher knackige Turner musste im Dienste des Vaterlandes zur Waffe greifen. Einige kehrten auch leider nicht mehr zurück.

Kaum war der Krieg vorbei, kam wieder Leben in die Bude. Bereits am 21. Dezember 1918 hielt der Verein seine erste Mitgliederversammlung ab. Frisch, fromm, fröhlich, frei beschloss man, den Turnbetrieb wieder aufzunehmen. Die alten Turnanhänger eilten zu den Turnstunden, und auch die Jugend zog es zu dem muskel- und konditionsfördernden Sport.

Unter Albert Holtz fand dann am 2. Februar 1919 die erste Nachkriegs-Generalversammlung statt, die von zahlreichen Mitgliedern besucht wurde. Dabei wurde Ludwig Scholl zum ersten Turnwart gewählt, dem der Verein in den folgenden Jahren seinen großen turnerischen Aufstieg zu verdanken hatte.

In dieser Zeit fusionierte der TSV auch vorübergehend mit dem Fußballverein 1911, der sich jedoch am 23. Mai 1919 wieder selbständig machte.

Schon lange hatte der Verein den Wunsch nach einem Turn- und Spielplatz. Am 22. August 1920 war es dann soweit. Nachdem die Gemeinde eine größere Fläche Wald abgeholzt hatte, fand nun endgültig die Platzeinweihung statt.

In der Nachkriegszeit konnte der Verein nahtlos an die Erfolge vor dem Krieg anknüpfen und errang im Turnen, bei Spiel und Sport viele Preise. Auch die Jugend war mit großem Eifer dabei, und darum wurde 1922 eine Schülerabteilung gegründet, die Hermann Scholl leitete.

1925 wurde dann noch eine Handballabteilung ins Leben gerufen. Diese hatte einen raschen Aufstieg und schaffte 1931 sogar die Qualifikation zur Badischen Handball-Meisterschaft. Dort schnitt man zwar nicht so gut ab, aber es war trotzdem ein toller Erfolg für den TSV.

Nun fragt sich sicherlich mancher: Warum gab es beim TSV eigentlich keine Frauen? Gab es vielleicht prinzipiell keine Frauen in Graben? Aber nein! Die Frauen kamen - und zwar mit geballter Frauenpower. Am 11. und 12. September 1926 - zum 25-jährigen Bestehen des TSV - trat zwischen den Ehrungen der Mitglieder neben den Turnern der ersten Riege des MTV Karlsruhe auch eine Turnerinnengruppe aus Heidelsheim zum Schauturnen auf. Und prompt dachte man, was die können, können wir auch. Und somit wurde die erste Frauenabteilung im TSV gegründet und am 13. Oktober 1926 wurde auch gleich die erste Turnstunde unter Hauptlehrer Durand abgehalten, dem die Damen auch ihren raschen Aufstieg zu verdanken hatten. Zu dieser Zeit wurde auch der Athletik-Sportverein gegründet.

Am 25. Juni 1927 fand eine außerordentliche Generalversammlung statt. Auf der wurde zum einen der Eintrag des Vereins ins Vereinsregister beschlossen und zum anderen auch der Bau der Turnhalle. Aufgrund des stetig wachsenden Turnbetriebes und dem turnerischen Aufstieg des Vereins brauchte man auch immer mehr Übungsmöglichkeiten. Das war für einen "Landverein" wie Graben revolutionär. Zum Baukommissar wurde Hermann Blau ernannt. Am 23. Juli 1927 wurde der Verein dann amtlich eingetragen.


Durch die starke Mithilfe aller aktiven und passiven Anhänger ging der Bau rasch voran. Am 19. Mai 1928 war die Einweihung der Turnhalle. Nicht nur die Einwohner, sondern auch Gauvereine und führende Männer des Turngaus feierten mit. Die Turnhalle brachte dem TSV turnerisch einen großen Aufschwung, jedoch auch eine große finanzielle Belastung von sage und schreibe 24.000 Reichsmark.

Doch Dank der Unterstützung durch aktive und passive Mitglieder gelang es der neuen Verwaltung, die seit dem 29. Januar 1929 unter Carl Hartmann arbeitete, dem TSV die Halle zu erhalten.

Beim 15. badischen Landesturnfest in Mannheim 1930 erhielt der Verein im Vereinsturnen eine Auszeichnung erster Klasse und die Turnerinnen belegten beim Gauturnfest den ersten Platz. Daraufhin wurde 1930 auch noch eine Schülerinnenabteilung unter Hanna Bleier ins Leben gerufen.

Am 10. April 1931 feierte der TSV sein 30-jähriges Bestehen ganz schlicht und ohne großen Trubel. Sehr zur Freude der Kleinsten des Vereins fand am 01. Januar 1933 zum ersten Mal eine Kinderweihnachtsfeier statt.

Als der TSV noch an seinen Aufstieg nach dem Hallenbau dachte und in den damit verbundenen Erfolgen schwelgte, kam ein kleiner hässlicher Mann mit Bärtchen ins Land, gründete die NSDAP, ergriff die Macht in Deutschland und warf somit auch seine Schatten auf den Grabener Turnbetrieb, sowie auf die ganze deutsche Turnerschaft.

Im April 1933 erfolgte der Rücktritt der gesamten geschäftlichen Vorstandschaft. Daraufhin wurde Carl Hartmann am 9. Juni 1933 in einer Generalversammlung zum Vereinsführer mit alleiniger Verantwortung gewählt.

Durch die SA, HJ und den BDM ging der gesamte Turnbetrieb stark zurück. Carl Hartmann legte im Februar 1934 sein Amt nieder. Sein Nachfolger wurde Hermann Blau.

Der Turngau wurde 1937 aufgelöst, weil man mit ständigen Schwierigkeiten und Widerständen in der damaligen Zeit zu kämpfen hatte. Das k.o. für den TSV kam dann im September 1938: Die Turnhalle wurde von einer Flak-Batterie eingenommen und der Turnbetrieb somit vollständig aufgehoben.

Im April 1939 fand die letzte Hauptversammlung statt. Der TSV stand fast vor dem Ruin. Die Unterstützung durch die Gemeinde fehlte und es gab keine Neuzugänge mehr. Nur durch die Hallenmiete konnte man finanziellen Verpflichtungen noch nachkommen.

Im September 1939 brach der Zweite Weltkrieg aus und viele Turner mussten mal wieder zur Waffe greifen und fast ebenso viele, darunter auch Oberturnwart Karl Bleier, kehrten nicht mehr heim.