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70er Jahre

Der Raum für Trainingseinheiten in der Turnhalle wurde immer geringer, darum entschloss sich der Verein 1970, die Bühne abzureißen, um Platz zu gewinnen. Die Hallenfläche betrug danach 86 Quadratmeter. Da man auf die Bühne jedoch nicht ganz verzichten wollte, errichtete man bis 1971 eine Hebebühne, die manuell zu bedienen war. Doch so ganz perfekt war die Halle noch nicht. Eine neue und bessere Beleuchtung musste her, außerdem ein neuer Anstrich der Hallendecke. Als auch das getan war, erstrahlte die Halle zum 70. Jubiläum des TSV in neuem Glanz. Zur gleichen Zeit erweiterte der Verein außerdem die Nebengebäude nochmals.

Zum 70-jährigen Jubiläum wurde mit Hilfe der Gemeinde ein Trimm-Pfad errichtet, was vielen sportbegeisterten eine stilvolle Trainingseinheit ohne Bindung an einen Verein brachte. Dies war im übrigen ganz aktuell zur damaligen Fitnesswelle.

Am 28. Januar 1972 wurde in der Hauptversammlung zum ersten Mal ein Antrag auf Übungsleitervergütung gestellt. Die Vergütung sollte bei drei Mark pro Stunde liegen. Der Antrag wurde abgelehnt, da der Mitgliederbeitrag pro Jahr und Mitglied bei nur 24 Mark lag und somit eine Vergütung nicht zuließ. Die Schwerathletikabteilung wollte das nicht akzeptieren und machte sich wieder selbständig. Die Trennung erfolgte sachlich, korrekt und unkompliziert, wie unter Sportlern üblich.

Nachdem sich die TSV-Aktiven mit dem Innenleben der Turnhalle so viel Mühe gegeben hatten, versahen sie auch das gesamte Turnhallenanwesen mit einem neuen Außenputz. Die Tischtennisjugend wurde in diesem Jahr Kreismeister und stieg somit in die Bezirksklasse auf.

Die Abteilung Kunstgymnastik, später Wettkampfgymnastik und noch später Rhythmische Sportgymnastik, kurz RSG genannt, wurde gegründet. Sie war eine Unterabteilung der Turnerfrauen. Die zumeist jüngeren Mädchen boten zu Anfang nur Gruppengymnastik, später auch Einzelübungen mit Ball, Band, Seilen und ohne Handgerät. Gerda Walther leitete diese neue Gruppe. Schon ein knappes Jahr nach Trainingsbeginn konnten die Mädchen sich hervorragend bei den Badischen Meisterschaften in Freiburg platzieren.

Am 17. März 1973 veranstaltete der Verein die Kreismeisterschaft der Faustballer in der TSV-Halle. Vor heimischem Publikum gingen die TSV-ler als Sieger hervor.

Vom 12. bis 17. Juni 1973 fand das Deutsche Turnfest in Stuttgart statt. Bei 35 Mark Startgebühr entschloss sich der TSV, nur erfolgversprechende Turner in die Hauptstadt des Ländles zu schicken. Zum ersten Mal beteiligten sich auch zwei Jugendturnerinnen, nämlich Gabi Bruder und Karin Weinkötz, an einem Turnfestwettkampf. Für beide war das Turnfest einer ihrer größten Erfolge in ihrer sportlichen Laufbahn.

1973 war auch das Jahr der Ölkrise und der autofreien Sonntage. Darum fanden in diesem Jahr nicht nur die traditionellen Frühjahrs- und Herbstwanderungen des TSV statt, sondern es kamen zwei weitere hinzu.

Im Jahre 1974 war der TSV bereits auf 355 Mitglieder und 155 Schüler angewachsen. Besonders die stetige Entwicklung der Jugendarbeit brachte so manchen Erfolg. So wurde die Handballjugend 1974 Kreismeister. Auch beim Landesturnfest vom 30. Mai bis 2. Juni 1974 nahm der TSV mit Alt und Jung wieder einmal erfolgreich teil. Die Handballer waren in diesem Jahr voller Tatendrang und renovierten noch schnell das Sporthaus auf dem TSV-Sportplatz.

Den Leichtathleten fehlte der Nachwuchs, die Abteilung löste sich auf, und deshalb rief Harry Köhler mit einigen Gleichgesinnten das "Jedermänner-Turnen" ins Leben. Diese bunte Gruppe von Männern über und unter 50 ist heute beim TSV nicht mehr wegzudenken.

Nach der überwältigenden Vorstellung großer Volleyballnationen bei den olympischen Spielen in München 1972 wurden auch beim TSV die ersten Stimmen von volleyballbegeisterten Sportlern laut und so gliederte man 1975 die ersten Volleyballübungsstunden an den Wochenübungsplan an.

Außerdem wurde im Dezember 1975, nach den Erfolgen der Männer, auch eine Damenhandball-Mannschaft gegründet. 1976 absolvierte dann auch die neu gebildete Damenmannschaft des Faustballs ihre ersten Spiele.

Wieder einmal standen in diesem Jahr Arbeiten an der Turnhalle an: Die Rückseite musste neu verkleidet werden, was wie immer in Eigenleistung geschah. Zahlreiche Mitglieder packten auch an, als es galt, das undichte Dach des Sporthauses beim Waldsportplatz zu reparieren. Zum 75-jährigen Bestehen des TSV wurde nicht nur ein Festabend in der Turnhalle abgehalten, sondern es fand auch ein Jubiläumssportfest auf dem Sportplatz statt, bei dem die einzelnen Abteilungen das Rahmenprogramm gestalteten.

Am 26. Juni 1977 reisten 39 Turnerinnen und Turner des TSV nach Weinheim, um am Landesturnfest teilzunehmen. Wie üblich zeigte der TSV hervorragende Leistungen. Besonders überraschend war der Turnfestsieg der TGW-Gruppe. Diese setzte sich aus je acht Mädchen und Jungen zusammen, die verschiedene Disziplinen zu absolvieren hatten, zum Beispiel eine Schwimmstaffel, Gruppengymnastik, Bodenturnen und eine Laufstaffel.

Im Jahre 1978 hatte der TSV bereits 706 aktive und passive Mitglieder. Am 13. Oktober 1979 fand der erste Lauftreff unter der Leitung von Harry Köhler statt. 60 Joggingverrückte waren am Start, die sich in drei Gruppen auf den Weg machten: Zunächst wurden 2000 Meter, 3600 Meter und 5000 Meter gelaufen, später auch längere Strecken.